Negative Kalorienbilanz

Abnehmen: negative Kalorienbilanz – und das wars?

Das solltest du wissen:
• Eine negative Kalorienbilanz ist der Grundpfeiler einer erfolgreichen Diät
• Oberste Priorität sollte der Erhalt der Muskulatur sein
• Kohlenhydrate können während einer Diät sehr hilfreich sein

Wir haben schon öfter beschrieben, dass eine negative Kaloriebilanz absolute Grundlage für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion ist. Das bedeutet, dass wir dem Körper täglich weniger Energie durch die Nahrung zuführen als wir verbrauchen.

Stimmt es also, dass wir – einfach gesprochen – jeden Tag Burger und Pizza essen können, und trotzdem nehmen wir ab, wenn die Kaloriebilanz stimmt? Die kurze Antwort lautet: Ja. Die genauere Antwort lautet: Ja, aber…

Bei einer guten Diät sollte der Erhalt der Muskulatur immer oberste Priorität haben! Das heißt, wir sollten die Ernährung und das Training darauf ausrichten, soviel Muskulatur zu „schützen“ wie möglich, nicht alleine aus gesundheitlicher Sicht. Ein höherer Anteil der Skelettmuskulatur bedeutet gleichzeitig auch einen höheren Grundumsatz. Der Unterschied ist zwar nicht unfassbar groß, aber im Laufe einer längeren Diät können das schonmal ein paar Tausend Kalorien sein.
Was aber noch größer ins Gewicht fällt: Mehr Muskulatur bedeutet auch mehr Leistungsfähigkeit im Training, und dadurch auch einen höheren Kalorienverbrauch!

Das bringt mich zu einem zweiten großen Punkt: Iss so viel Kohlenhydrate wie möglich während deiner Diät.
Ihr denkt euch jetzt bestimmt „Wie kann das denn sein?? Kohlenhydrate soll man doch unter allen Umständen vermeiden, dachte ich“. Falsch! Was wir vermeiden wollen, ist zuviel Zucker und Weizen. Kohlenhydrate sorgen dafür, dass wir leistungsfähiger sind in den Trainingseinheiten und somit – ganz genau – mehr Kalorien verbrennen. Dieser Ansatz macht natürlich nur Sinn, wenn man die Diät mit einem ordentlichen Trainingsprogramm (mindestens drei Einheiten pro Woche) kombiniert.

Der Eiweißhaushalt sollte zwischen 1,5 Gramm und 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht liegen. Je niedriger der Körperfettanteil, desto weiter oben an der Skala orientieren wir uns. Der Fettanteil sollte zwischen 0,5 Gramm und 1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht liegen. Und den restlichen Kalorienbedarf füllen wir soweit wie möglich mit Kohlenhydraten auf – vorwiegend Reis, Kartoffeln und Obst. Natürlich muss die Kaloriebilanz am Ende weiterhin negativ sein.

Da habt ihr es: Kohlenhydrate sind nicht so schlecht wie ihr Ruf. Wer die „richtigen“ Kohlenhydrate vernünftig in seine Ernährung einbaut, kann davon profitieren.

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