Das sogenannte „funktionelle Training“

Das musst du wissen:

  • „funktionelles Training“ bedeutet nicht, dass du wie ein Zirkusartist trainieren sollst
  • Das Hauptziel ist die Verbesserung der Leistungsfähigkeit in Alltag und Sport
  • Eine Steigerung der Kraft sorgt für eine Verbesserung aller anderen Kraftkomponenten

 

Erstmal sollten wir klären, was funktionelles Training NICHT ist:

Einbeinige Kniebeugevarianten auf einem Gymnastikball – am besten noch mit Zusatzgewicht – haben wirklich gar nichts mit funktionellem Training zu tun. Solche Übungen gehören eher in den Zirkus als in einen sinnvollen Trainingsplan.

Irgendwie scheint es ein Trend in vielen Studios zu sein, mit irgendwelchen artistischen Übungen im Studio „angeben“ zu wollen. Die Sinnigkeit einer Übung wird dabei offensichtlich überhaupt nicht hinterfragt. Wenn Du eine Übung machst, die noch nie ein anderer zuvor im Studio gesehen hat, hat das wahrscheinlich einen guten Grund! Lass es sein und konzentriere dich auf die Übungen, die dich auch wirklich weiterbringen.

 

Was also ist funktionelles Training?

Beim funktionellen Training geht es vielmehr um die Verbesserung der Leistungsfähigkeit bei komplexen Bewegungsmustern im Sport oder im Alltag. In den Bereichen Kraft, Schnellkraft und Ausdauer werden vor allem Sportler auf entsprechende Bewegungen in der jeweiligen Sportart vorbereitet. Somit wird das Verletzungsrisiko in der Sportart minimiert und die Leistung verbessert. Je nach Sportart des Athleten sieht ein funktionelles Trainingsprogramm also sehr unterschiedlich aus. Ein Fußballspieler muss ein ganz anderes Krafttraining machen als ein Marathonläufer. Funktionelles Training hat immer das Ziel, den Sportler in seiner Sportart bzw. den Trainierenden in seinen alltäglichen Bewegungen zu verbessern. Auch bei funktionellen Training ist die Kraftsteigerung oberste Prämisse. Eine Stärkere Muskulatur hat direkt eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit zur Folge.

 

Kraftsteigerung erfolgt in 3 Schritten:

  1. Ein Reiz wird auf den Organismus ausgeübt und bringt diesen aus dem „Gleichgewicht“
  2. Die Erholung sorgt dafür, dieses „Gleichgewicht“ wiederherzustellen. Das führt zur…
  3. Anpassung des Organismus auf den Reiz. Training ist nichts anderes als eine Aneinanderreihung von Anpassungen des Köpers an einen bestimmten Reiz.

Obwohl ein gewisses Maß an Variation gut und nötig ist, um Fortschritte zu machen, gibt es bestimmte Bewegungsmuster, die nur durch häufige Wiederholung optimiert werden können. Das bedeutet, dass zu viel Variation nur kurzfristig Erfolge bringen können und auf langfristige Sicht nicht die beste Option sind.

Noch ein Wort zu Übungen auf dem Gymnastikball: Wenn mit Zusatzgewicht trainiert wird, ist es in der Regel keine gute Idee einen instabilen Untergrund zu wählen, weil dadurch das ZNS schnell überlastet wird. Somit erhöht sich die Verletzungsgefahr enorm.

Stabilisationsübungen mit dem eigenen Körpergewicht auf dem Gymnastikball sind allerdings sinnvolle Zusatzübungen.

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